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Erneuerbare Energien Griechenland

Der Energiemarkt

Der Energiemarkt in Griechenland hat in den letzten Jahren durch rasche, fortschrittliche und investorenfreundliche Entwicklungen einen neuen Durchbruch erfahren. Neben der Festlegung eines gesetzlichen Rahmens, der die für Investoren notwendige Rechtssicherheit gewährleistet, ferner den vereinfachten und schnelleren behördlichen Verfahren sowie der Gewährung von hohen Subventionen, haben sich insbesondere auch die Marktgegebenheiten weitestgehend den europäischen Vorgaben, aber auch der Nachfrage aus anderen Ländern angepasst. Die Vertretung namhafter Großunternehmen aus aller Welt, der einhergehende Technologietransfer sowie Anpassung des Leistungsstandards -insbesondere in technischer Hinsicht- sind die ersten nachweislichen Anzeichen für die Änderung und Weiterentwicklung des griechischen Energiemarktes. Überdies locken insbesondere auch geostrategische Gründe viele Investoren aus der ganzen Welt an. Griechenland hat sich zu einem neuen und wichtigen Energiestandort in Süd-Europa, vielmehr noch zu einem zentralen Schlüsselpunkt auf der energierechtlichen Europakarte insgesamt entwickelt, und dies nicht nur, weil Griechenland mehrere Kontinente mit Europa verbindet. So verbinden die Seewege über Griechenland den fernen Osten nicht nur geographisch mit Europa, sondern insbesondere handelsrechtlich. Die Übernahme des größten Hafens Griechenlands durch die Chinesen ist in diesem Zusammenhang kein Zufall. Der Bau der neuen Erdgas-Pipeline bringt sehr hohe Gasmengen des Azerbaijan- Erdgases von Asien über Türkei durch Nord Griechenland und unter der Adria nach Italien und Zentral-Europa.

Die seitens der griechischen Regierung anvisierte Privatisierung der derzeit noch öffentlichen Betreiber des Stromübertragungs- und Verteilungsnetzes sowie der Stromproduktion an sich, aber auch die immer wachsende Bedeutung der erneuerbaren Energien in der Wirtschafts- und Energiepolitik der EU, und nicht zu vergessen die neuendeckten Erdöl- und Erdgasvorkommen in den griechischen Gewässern rücken Griechenland immer stärker und näher in das Interesse der Investoren zur Auswahl Griechenland als Investitionsstandort im Energiesektor.

Für nahezu alle Formen der Erneuerbaren Energien ist in Griechenland der rechtliche Rahmen geschaffen und die Möglichkeit einer Subventionierung vorgesehen.

Erneuerbare Energien GriechenlandNeben den klassischen Formen der Sonnen- und Windkraftwerke ist auch der Rahmen für solarthermische Anlagen, für Biogas, Biomasse, sogar für off-shore –Anlagen vorgesehen worden.

Nach dem Abkommen von Kyoto und der entsprechenden Richtlinien der EU soll Griechenland 40% der Produktion von elektrischer Energie bis 2020 durch erneuerbare Energien abdecken. Diese europarechtlich festgesetzten Vorgaben formulieren überdies klare, stabile und langfristige Zielsetzungen auf den Markt der erneuerbaren Energien in Griechenland und ermöglichen damit insbesondere den Investoren eine vorhersehbare Investitionsplanung.

P/V-Bereich

In der Photovoltaikbranche erlebte Griechenland in den letzten Jahren einen bemerkenswerten Durchbruch. Die Nachfrage stieg permanent, nicht zuletzt wegen der vergleichsweise höheren Einspeisevergütungen und auch der Sonneneinstrahlung, und der Anteil der ausländischer Investoren war hierbei maßgeblich. Die umgesetzten Projekte beschränken sich nicht nur auf Festanlagen, vielmehr war auch ein beträchtlicher Anteil bei den Dachanlagen zu verzeichnen.

Für nähere Informationen hierzu verweisen wir auf den gesonderten Bericht zu „Photovoltaik in Griechenland“.

Windenergie

Sie spielt eine Hauptrolle bei der Entwicklung der erneuerbaren Energien und der Standort Griechenland bietet für diese Formen von Investitionen besondere Vorteile. Das hohe Windpotenzial ist mit Leistungen von über 8 meter/sec und 2.500 Betriebsstunden in der Produktion von Wind-Energie in vielen Orten Griechenlands eines der attraktivsten in Europa. Im Vergleich zu anderen Ländern bietet Griechenland vergleichsweise noch sehr rentable Einspeisungsvergütungen. Derzeit sind Windparks mit einer installierten Gesamtleistung von ca 1.400 MW im Betrieb. Ziel ist es aber, bis 2020 ca 9.000 MW zu installieren. Diese Zahlen zeigen, dass der griechische Markt noch nicht gesättigt ist und noch sehr große und lukrative Investitionsmöglichkeiten für die Investoren in den nächsten Jahren bietet.

Biomasse

Die Biomasse und die Biobrennstoffe zählen zu den wichtigsten Zweigen der zukünftigen Entwicklung auf den Märkten der erneuerbaren Energien, mithin werden hohe Wachstumsraten in den nächsten Jahren erwartet. Auch hier sichern attraktive Einspeisetarife rentable Profite für jeden Investor. Überdies existieren unverhältnismäßig viele Rohstoffe im Bereich der Biomasse, die für den Betrieb der Anlagen eingesetzt werden können. In Griechenland erwirtschaftet die Agrarwirtschaft 5% des BIP, mithin dreimal so viel wie der Durschnitt in der EU. Demzufolge werden die Bertreiber von Biogas-Anlagen Unmengen an Rohstoffe einsetzen können. In diesem Zusammenhang sei ferner erwähnt, dass die griechische Regierung sich verpflichtet hat, bis 2020 10% der heutigen Kraftstoffen durch Biokraftstoffe zu ersetzen. Die hierbei eröffneten Investitionsmöglichkeiten sind damit offensichtlich und bedürfen nicht einer näheren Darstellung. Die Vorteile einer Investition im Bereich der Biomasse liegen natürlich auch hier in der mittlerweile sehr fortschrittlichen und investorenfreundlichen Rahmengesetzgebung, die den Investoren –im Vergleich zu anderen Ländern – nicht nur das größtmögliche Maß an Sicherheit für die Realisierung der Investition gewährleistet, sondern auch sehr lukrative Subventionen und Auszahlungsmodalitäten. Die momentane installierte Leistung liegt erst bei 40 MW, doch die staatlichen Behörden werben mit allen Mitteln für die Energieerzeugung aus Biomasse als zentrale Achse der Investitionen in dieser Branche. Eine besondere Rolle wird hierbei der Stromerzeugung aus Biogas zukommen. Eine diesbezügliche Nachfrage ist bereits verstärkt zu verzeichnen.